Jul
30
2014

Die moderne Form des Gipsabdrucks…

Bereits im 19. Jahrhundert wurden wichtige Werke der Bildhauerkunst in Gips reproduziert. Handwerker stellten sorgfältig Formen der alten Originale her, anschließend wurden die hochwertigen Reproduktionen dann in Gips gegossen, um sie kaufen und verkaufen zu können sowie für den Handel mit Museen, Universitäten, Kunsthochschulen und privaten Sammlern überall freizugeben. Dies bot die Möglichkeit, die Kunst mit Menschen zu teilen, die sonst nicht in der Lage gewesen wären die Skulpturen selbst zu sehen – ein analoger Präzedenzfall der spannenden Möglichkeiten, welche sich heute mit der Entwicklung des Internets und der 3D-Datenerfassung sowie dem 3D-Druck eröffnen.

Diese Guss-Sammlungen aus dem 19. Jahrhundert, einst stolzer Besitz und gerne ausgestellt, kamen Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Mode. Viele wurden aufgebrochen und einige wurden sogar völlig zerstört. Das Museum Skulpturhalle Basel verfügt über eine der weltweit wenigen verbliebenen großen Sammlungen von Gipsabgüssen und versucht diese Stücke und die damit verbundene didaktische Archivierungs- und Recherchefunktion, der nun verlassenen Gips Tradition, zu bewahren. Die Skulpturhalle besitzt, in Gips erhalten und vereint unter einem Dach, die Topologie von Tausenden von wichtigen Skulpturen, deren Originale in Museen auf der ganzen Welt verstreut sind.

Skulpturen aus Gips abscannen

 

Cosmo Wenman ist ein Künstler aus Kalifornien, der sich dem 3D-Druck in einer einzigartigen Weise angenommen hat und es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine kleine Auswahl der Sammlung der Skulpturhalle Basel in 3D zu erfassen und digital darzustellen. Seine Skulpturen sind 3D-gedruckte Kopien der antiken Kunstwerke, mit denen er den Blick und das Gefühl der alten Werke auf eine Art und Weise einfängt, die nur mit den Fortschritten der modernen Technologie ermöglicht werden kann.

Gipsguss 19. Jahrhundert

Sein neuestes Projekt in der Skulpturhalle Basel ist ein 3D-Scan der Skulptur „Mädchen mit Mäntelchen“ aus dem Jahre 530 v. Christus. Mit dem FARO Edge ScanArm war es möglich, die Nachbildung aus dem Akropolismuseum mit höchster Genauigkeit abzuscannen und ein digitales Modell zu erstellen, welches nun für jedermann im Internet zugänglich ist.

Dieses 3D-Modell ist ein modernes Artefakt, ein direkter Nachfahre der Gips-Tradition und bereit für eine 3D-erfassende und 3D-druckende digitale Renaissance. Die 3D-Abbildungen sind die ersten hochwertigen 3D-Vermessungen dieser Werke, die zur freien Verbreitung erstellt wurden und wir freuen uns, die Ergebnisse, die Cosmo Wenman mit Hilfe des FARO Edge ScanArms erarbeitet hat, zu präsentieren.

3D-Scan mit FARO Messarm mit 3D-Scanner
3D-Scan von Skulpturen3D-Scan von Skulpturen

Besuchen Sie Cosmo Wenman auf seiner Webseite www.cosmowenman.com und erfahren Sie mehr über den 3D-Scan von Kunstwerken.

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