Dez
02
2015

Gipsverband mal anders mit dem FARO Edge ScanArm HD

Erneut ein weiteres Anwendungsgebiet für den FARO Edge ScanArm HD: Medizinische Gipsverbände.

Als sich der Mediziner Mike North ein Bein brach, hatte dies für ihn als eine aktive, mitten im Leben stehende Person enorme Auswirkungen auf seinen persönlichen und beruflichen Alltag. So ist es beispielsweise nicht möglich, mit einem normalen Gipsverband am Bein zu fliegen – und Mike North fliegt viel! Wer trotzdem nicht aufs Fliegen verzichten will oder kann, dem schneiden die Ärzte seinen Gipsverband üblicherweise in zwei Teile und befestigen ihn dann mit einer Bandage am Bein. So kann der Gipsverband während dem Flug gelockert werden, wenn das Bein sich mit dem steigenden Druck ausdehnt. Das Problem dabei: das Gehen mit dieser Konstruktion ist quasi unmöglich.

Anlass genug für den Mediziner North, sich an FATHOM zu wenden, um gemeinsam nach einer besseren Lösung zu suchen. Die Idee war, einen ästhetisch ansprechenden und zugleich technisch ausgefeilten Gipsverband zu kreieren, mit dem ein Beinbruch leichter zu verschmerzen ist. Der FARO Edge ScanArm HD spielte eine wichtige Rolle in der Umsetzung dieser Idee.

BoomCast1 BoomCast2

Bei FATHOM wurde Norths Bein gescannt und ein STL Netz erstellt. Aus NURBS Kurven entstand ein festes Modell von Mikes Bein. Dieses Modell wurde zur Herstellung des Gipsverbandes verwendet, welcher quasi ein Offset davon ist. Das Ganze wurde dann in SolidWorks übertragen. Hier wurde schließlich die Trennlinie eingefügt, die den Gipsverband in zwei Teile teilen sollte, um beim Fliegen den Druck auf das Bein verringern zu können.

Zusätzliche Komponenten wie etwa Wi-Fi, Bluetooth, ein druckempfindlicher Widerstand und weitere technologische Features wurden eigens hinzugefügt, um sprichwörtlich zu „fühlen“, was die Person gerade tut. Alles Funktionalitäten, die auch von Mikes Arzt verwendet werden können, um z.B. den Druck zu messen, der auf dem Gips lastet oder um Bewegungen nachzuverfolgen.

Der erste Prototyp wurde auf den Namen “BoomCast” getauft, da er unter anderem auch über ein Soundsystem verfügt. Die Weiterentwicklung ist längst noch nicht abgeschlossen und das Projekt ist nun eine Open Source.

 

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