Nutzung der Laserprojektion zur Optimierung der Herstellung und Vermeidung kostspieliger physischer Vorlagen | FARO Deutschland Blog
Mrz
28
2018

Nutzung der Laserprojektion zur Optimierung der Herstellung und Vermeidung kostspieliger physischer Vorlagen

Die Verwendung von physischen Vorlagen ist in der Herstellungsbranche auch heutzutage noch weit verbreitet. Diese Vorgehensweise kann allerdings mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden sein. Um die Effizienz zu erhöhen und gleichzeitig den Ausschuss und die Nacharbeit zu reduzieren, greifen zukunftsorientierte Hersteller daher mittlerweile auf die Laserprojektion zurück, um Vorlagen für Montageanwendungen, Verbundstoff-Gelege, Schweißarbeiten, Prüfungen und Lackierarbeiten zu erstellen.

Was versteht man unter Laserprojektion?

Die Laserprojektion dient der Unterstützung von Montagearbeiten. Sie führt die Bediener durch den Montageprozess, indem eine visuelle Vorlage auf die Arbeitsoberfläche projiziert wird. Diese Vorlage wird direkt aus einem 3D CAD-Designmodell erstellt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten aktuell und genau sind. Die Informationen werden im Vorfeld erstellt und gespeichert, damit dem Bediener des Systems alle erforderlichen Daten zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Der Laserprojektor wirft ein Laserbild auf die Arbeitsoberfläche und so werden die Umrisse von zu schweißenden Teilen, die Positionen der Bohrlöcher und andere Montagearbeiten ersichtlich. Die Bediener können den Montageprozess schnell und einfach durchführen und dabei einfach die Schritte befolgen, die direkt vor ihnen angezeigt werden.

Bei der Erstellung dieser genauen Abbildungen greift der Laserprojektor auf äußerst präzise Drehspiegel zurück, die den Strahl durch den Raum lenken. Dabei werden bekannte Referenzpunkte ausfindig gemacht, um eine virtuelle Ausrichtung des Projektors auf das Koordinatensystem des Bauteils zu gewährleisten. So wird die bestmögliche Ausrichtung des projizierten Bildes auf die Oberfläche sichergestellt. Diese Spiegel ermöglichen es dem System somit, jede erdenkliche Teilegeometrie auf die jeweilige Arbeitsoberfläche zu projizieren. Die Laserprojektion bietet eine Reichweite von 1,8 bis 15,2 Metern. Wenn ein größeres Messvolumen erforderlich ist, können mehrere Einheiten gemeinsam verwendet werden, um eine vollständige Abdeckung zu erzielen.

Wann kommt die Laserprojektion zum Einsatz?

Die Laserprojektion wird verwendet, um den Durchsatz zu erhöhen, Ausschuss und Nacharbeit zu reduzieren und um die Genauigkeit zu verbessern. Mithilfe der benutzerfreundlichen Software können mehrere Bilder gleichzeitig angezeigt werden, um den Bedienern ein schnelles und effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Im Gegensatz zu einer physischen Vorlage kann es bei einem visuellen Laserbild nicht passieren, dass es verkehrt herum oder in der falschen Richtung platziert wird. Die Laserprojektion stellt einen Standard-Workflow bereit, der es allen Bedienern erlaubt, die Aufgaben gemäß den Anweisungen zu erfüllen. Auf diese Weise werden mögliche menschliche Fehler auf ein Minimum reduziert.

Auf die Laserprojektion wird gewöhnlich zurückgegriffen, wenn physische Vorlagen zu aufwändig oder unpassend wären, strenge Montagetoleranzen zu beachten sind und die Benutzer auf einen klaren Montageprozess ohne verwirrende Zeichnungen angewiesen sind. Die bei der Laserprojektion verwendete Software leitet den Bediener durch den Montageprozess und stellt ihm alle erforderlichen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung – ohne irrelevante Ablenkungen.

Außerdem muss die Belegschaft nicht erst eine technische Fortbildung absolvieren, um die Laserprojektion nutzen zu können. Der Workflow ist auf eine hohe Benutzerfreundlichkeit ausgelegt und erfordert nicht die Fachkenntnisse eines zertifizierten Messtechnikers oder ausgebildeten Ingenieurs.

Wie trägt die Laserprojektion zur Prozessverbesserung bei?

Das präzise System bildet außerordentlich genaue Vorlagen ab. Angaben von Nutzern des FARO Tracer M zufolge lässt sich die Bauzeit mithilfe dieser Vorlagen um 50 bis 75 % verringern und auch die für Nacharbeiten anfallenden Kosten können um 80 bis 100 % gesenkt werden.

Durch die Projektion werden Maßbänder, physische Vorlagen und Werkzeuge nahezu überflüssig. Physische Vorlagen sind oftmals teuer in der Herstellung. Außerdem benötigen sie viel Platz in der Produktionsumgebung, sind anfällig für Abnutzungserscheinungen und physische Schäden und müssen häufig aktualisiert oder verworfen werden.

Bei der Laserprojektion werden die Informationen vollständig auf einem Computer gespeichert. Dadurch entfallen die mit der Herstellung, Pflege und Anpassung von physischen Vorlagen verbundenen Kosten. Auch die Entsorgung von Vorlagen, an denen technische Änderungen vorgenommen wurden, entfällt. Dank der „weichen“ Daten kann die Laservorlage jederzeit aktualisiert und angepasst werden, ohne dass dabei Kosten entstehen.

Durch die virtuellen Daten ist jeder Projektor in der Lage, eine Vielzahl von Arbeitsaufgaben zu projizieren. Eine Einheit ist also für jedes Bauteil geeignet, das die Arbeitszelle durchläuft. Diese Systeme müssen nicht auf spezifische Bauteile oder Aufgaben abgestimmt werden und können überall in der Anlage zum Einsatz kommen.

Mithilfe der Laserprojektion lässt sich das Risiko von menschlichem Versagen verringern, da sichergestellt wird, dass alle Bediener den gleichen vom System vorgegebenen Ablauf einhalten. Auf diese Weise wird verhindert, dass es von einem Teil zum nächsten zu Fehlern oder Abweichungen kommt, die auf eine Fehlinterpretation des Bedieners zurückzuführen sind.

 

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