Nov
26
2018

Interview mit Oliver Buerkler, EMEA Product Manager bei FARO: Teil 1

 

Sie sind seit 17 Jahren im Unternehmen – wie hat sich FARO Ihrer Ansicht nach verändert?

Ich denke, dass es viele Veränderungen bei FARO gegeben hat.  Die bedeutendste Veränderung war jedoch vor zwei Jahren, als wir unser gesamtes Geschäftsmodell von einem produkt- auf ein kundenlösungsorientiertes Unternehmen umgestellt haben. Anstelle eines produktorientierten Ansatzes haben wir Geschäftseinheiten geschaffen, die sich auf spezielle Kundenmärkte konzentrieren, um die Bedürfnisse jeder Kundengruppe besser zu erfüllen. Ich arbeite jetzt für den Geschäftsbereich Construction BIM, der sich mit allen Anwendungen zur Erfassung und Modellierung der Realität für die Bauindustrie befasst.

 

Was waren Ihrer Meinung nach die Herausforderungen, die FARO in diesen Jahren gemeistert hat?

Es gab z. B. technische Herausforderungen. Unsere Laserscanner erzeugen riesige Datenmengen, die schwer zu verarbeiten sind. Blickt man zurück, kamen vor 17 Jahren die ersten 64-Bit-Computer auf den Markt. Sie waren theoretisch endlich in der Lage, große Datensätze zu verarbeiten, doch war die nötige Software noch nicht verfügbar, sodass die Computer nicht leistungsfähig genug waren, um die großen Datenmengen zu verarbeiten.

Das hat sich mit der Zeit sehr geändert. Computer, die früher Hochleistungsmaschinen etwa an Universitäten waren, sind heute für den breiten Markt verfügbar, und diese Entwicklungen haben uns wirklich geholfen, unsere Laserscanner weiterzuentwickeln. Die Laserscantechnologie war aber auch für unsere Kunden eine Herausforderung, denn sie waren es gewohnt, mit traditionellen Methoden wie Maßband oder Senkblei zu arbeiten. Wir mussten unsere Kunden also nicht nur von den Vorteilen unserer Produkte überzeugen, sondern auch davon, ihre Messmethodik vollkommen zu überdenken.

Die Bauindustrie wird zunehmend digitaler, und damit entstehen neue Anforderungen für uns. BIM als digitale Darstellung der physischen und funktionalen Eigenschaften eines Gebäudes über seinen Lebenszyklus und als gemeinsame Wissensressource für Informationen wird immer wichtiger, und wir können unsere Kunden dabei unterstützen, sich für BIM fit zu machen.

 

Wie haben Sie entschieden, welche Verbesserungen Sie bei der Entwicklung von Laserscannern einer späteren Generation vornehmen würden? 

Ich denke, all das kommt grundsätzlich aus zwei Richtungen: einerseits und vor allem von den Anforderungen und Bedürfnissen der Kunden. Andererseits gibt es auch laufend technologische Verbesserungen. Unsere Entwickler analysieren kontinuierlich aktuelle Technologietrends, um neue Lösungen zu entwickeln oder die Leistung zu steigern. Beide Aspekte zusammen bilden die Grundlage für die Entwicklung der nächsten Gerätegeneration.

Erster Laser Scanner

Steve Jobs sagte einmal: „Wenn man die Leute gefragt hätte, wie das nächste Telefon aussehen würde, hätten wir nie ein iPhone gehabt“, und heute benutzen alle nur noch Smartphones. Henry Ford als weiteres Beispiel sagte: „Hätte ich die Leute gefragt, was sie wollen, hätten sie ‚schnellere Pferde‘ gesagt.“  Ich möchte damit klar machen, dass man zwar die Kundenanforderungen verstehen, aber auch die neuesten technologischen Fortschritte nutzen muss.

 

Wie haben Sie herausgefunden, wer Ihre Kunden sind? Hat sich das im Laufe der Zeit geändert?

Am Anfang waren wir an einem Early-Adopter-Markt tätig, da es die Laserscanner-Technologie nicht wirklich gab. Es gab einige Universitäten, die damit arbeiteten, und einige extrem teure Werkzeuge von Vermessungsfirmen, aber Laserscannen war auf dem breiten Markt nicht existent.  Bernd und Reinhard Becker, die Gründer von iQvolution, das später Teil von FARO wurde, haben verstanden, dass diese Technologie in einem viel breiteren Anwendungsbereich eingesetzt werden kann. Mit der Zeit haben wir den Markt segmentiert und konzentrieren uns nun mit unserem Traceable ConstructionTM -Portfolio auf die Bedürfnisse der Bauindustrie.

Seien Sie gespannt auf den zweiten Teil des Interviews!

Aug
23
2017

Schulungsseminar „Allgemeine Punktewolkenbearbeitung“

Am 06. Juni 2017 fand in Zürich ein von FARO organisiertes Schulungsseminar statt. Die 8 Teilnehmer aus der Schweiz und Italien haben in nur einem Tag einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten und Einfachheit der Punktewolkenbearbeitung bekommen.

Pius Winteler (Sales Engineer bei FARO), der durch den Seminartag führte, ging dabei– je nach Ausgangssituation und Anforderungen der Teilnehmer – auf den gesamten Scan-to-BIM Workflow ein.

Während der Vormittag der Einführung in die Grundlagen des 3D Laserscannens sowie dem Erstellenvon 2D Skizzen aus Punktewolken gewidmet war, ging es am Nachmittag um 3D Anwendungen und das Modellieren in BIM Umgebungen.

Haben auch Sie Interesse an der Teilnahme an einem unserer Seminare?  Registrieren Sie sich hier für den Newsletter, um bei neuen Angeboten immer sofort informiert zu werden.

Jul
31
2017

Und der Gewinner ist – FARO!

FARO hat bei den 3D Printing Industry Awards 2017 die begehrte Auszeichnung „3D Scanner Company of the Year“ gewonnen. Bei der Galaveranstaltung von 3Dprintingindustry.com am 20. Mai 2017 kamen viele führende internationale Unternehmen aus allen Bereichen des 3D-Drucks zusammen.

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Jun
19
2017

„Die Zunahme und Verbreitung von Wissen“ im digitalen Zeitalter

Seit Tausenden von Jahren und mithilfe unterschiedlicher Instrumente können die Menschen Punkt-zu-Punkt-Messungen durchführen, um ihre Umwelt zu dokumentieren, zu analysieren und zu verstehen. Erst seit Kurzem sind wir in der Lage, Tausende, Millionen und manchmal sogar Milliarden von Messpunkten zu erfassen, um sowohl die Dinge, die uns umgeben, als auch unsere physische Umwelt zu beschreiben. Mithilfe von Geräten wie Laserarmscannern und Laserscannern mit großer Reichweite können wir heute Museumsobjekte wie zum Beispiel Schädel in drei Dimensionen mit unglaublicher Wirklichkeitstreue erfassen.
Wenn wir die Daten erfassen, können wir den Inhalt mit unserem 3D-Viewer auf 3d.si.edu ausliefern, und wir stellen die Daten zudem kostenlos für jedermann bereit, sodass ein Lehrer oder Schüler ein Replikat verfügbarer Objekte herstellen kann, wie zum Beispiel Abraham Lincolns Lebendmaske, mit einem Verbraucher-3D-Drucker. Seit Neuestem speisen wir 3D-Daten aus dem Smithsonian-Museum in VR- und AR-Systeme ein, sodass Sie unabhängig von Ihrem Standort auf der Erde Objekte der Smithsonian-Sammlung oder von wissenschaftlichen Forschungsstandorten in einer voll immersiven Umgebung anzeigen, mit ihnen interagieren und sie bewundern können.

(1) Jonathan Blundell verwendet den Armscanner von Faro zur Dokumentation der Skulptur einer griechischen Sklavin (Foto: Smithsonian American Art Museum).

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Jun
19
2017

Barocke Strukturen

Andrew Saunders, Dozent an der University of Pennsylvania, war es ein Anliegen, ein digitales Archiv über barocke Kunst und Architektur anzulegen. Und mit Hilfe von FARO ist ihm das auch gelungen. Saunders, der in der Fakultät für Architektur arbeitet, ist für sechs Wochen nach Italien gereist, um dort einige der berühmtesten barocken Bauten zu scannen und zu archivieren. Das Projekt folgte dem engagierten Einsatz der University of Pennsylvania zur „Förderung des öffentlichen Guts – auf lokaler und globaler Ebene – durch Kunst, Design, Planung und Bewahrung“. Sein Zweck war es, eine überlegene Methode für die digitale Erfassung hochkomplexer baro
cker Architektur zu ermitteln.

Mit Hilfe des FARO Focus3D X 130 Laser Scanner wurden Daten erfasst, mit denen sich die faszinierende Evolution der Architektur des Früh-, Hoch- und Spätbarocks in der Piemont-Region in Norditalien veranschaulichen lässt. Das Archiv umfasst Bauten von Francesco Borromini, Bernardo Vittone, Gian Lorenzo Bernini, Pietro da Cortona, Guarino Guarini und Carlo Rainaldi. Im Rahmen des Projektes wurden präzise 3D-Modelle der Innenräume verschiedener Kirchen erstellt, die jetzt in Farbe angezeigt werden können.

Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, die sich im Laufe des Projektes ergeben haben, hob Andrew Saunders hervor, dass dieses Vorhaben ohne die Unterstützung zahlreicher Partner nicht möglich gewesen wäre. Dazu zählen unter anderem FARO, Autodesk und die italienischen Kontakte, die den Zugriff auf die Scandaten ermöglicht haben. [Read more …]

Feb
22
2017

Naturhistorisches Museum erfasst Diplodocus-Saurier mit FARO 3D-Scannern

Das Natural History Museum in London hat beschlossen, seinen berühmten Diplodocus-Saurier Dippy abzubauen. An seiner Stelle wird das Skelett eines Blauwals aufgestellt, den man 1891 an einem Strand in Irland gefunden hatte. Dippy wird auf Tournee gehen und in acht britischen Städten zu sehen sein. Im Zuge dieser Aktion wird das mit der 3D-Erfassung der Exponate beauftragte Team den FARO Focus einsetzen, um die Knochen Dippys dem Diplodocus und des Blauwals zu scannen.

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Nov
15
2016

FARO® begeistert das Intergeo-Publikum mit der neuen Laserscanner Generation FocusS

Auf der diesjährigen Intergeo in Hamburg präsentierte FARO® zahlreiche neue und weiterentwickelte Produkte für seine Architektur-, Ingenieur- und Baukunden, darunter die neue Laserscanner FocusS Produktlinie, den handgeführten Scanner Freestyle3D Objects, Updateversionen der FARO® SCENE und FARO® PointSense Software sowie eine neue Mobil Mapping Lösung, den FARO® Road Scanner C.

intergeo-1

Mehrfach positioniert als Eyecatcher auf dem Stand, als auch visualisiert über einen großen Bildschirm, zog der neue Laserscanner FocusS, die Aufmerksamkeit und Begeisterung zahlreicher Messebesucher auf sich. Der FocusS ist das jüngste Mitglied der beliebten Focus Laserscanner-Produktlinie von FARO®, welche die Funktionalität seiner Focus3D Vorgängerreihe um zahlreiche kundenorientierte Neuerungen ergänzt. Neben einer erweiterten Messreichweite (150 und 350 Meter) und einem erweiterten Betriebstemperaturbereich (-20° bis +55°), sind die Geräte der S Linie mit Schutzklasse IP54 zertifiziert, stellen eine zukunftsweise Zubehörschnittstelle bereit und verfügen über eine integrierte Routine zur Vor-Ort-Kompensation. Mit einem größeren und lichtstarken Touchscreen ausgestattet, bieten die FocusS Geräte einfachsten Bedienkomfort und auch ihr Gewicht konnte im Vergleich zum Vorgängermodell noch einmal um gut 20% Prozent reduziert werden.

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Okt
10
2016

FARO® erweitert Messtechnik- und Fabrikautomationsangebot durch Übernahme von BuildIT Software & Solutions Ltd.

BuildIT Software & Solutions Ltd. ist ein Marktführer im Bereich der Prozess-konfigurierbaren 3D-Messtechnik-Softwarelösungen mit hardwareunabhängigen Schnittstellen. FARO wird das Konfigurationspotenzial der BuildIT-Software im Rahmen einer neuen Kampagne mit dem Motto „Ihr Produkt, Ihr Prozess, Ihre Lösung“ vorstellen, mit der wichtigen Kunden individuell anpassbare in-Prozess-Lösungen geboten werden sollen, die messtechnische Geräte und Messfühler verschiedener Hersteller integrieren.

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Sep
16
2016

In der Praxis erprobt: Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher 3D-Erfassungstechnologien

Bei der täglichen Arbeit im Bereich der Bestandserfassung, Baufortschrittsüberwachung und Qualitätssicherung stellt sich immer wieder eine Frage: Welche 3D-Erfassungstechnologie ist für die jeweilige Aufgabenstellung am besten geeignet?

Bei der stetig wachsenden Zahl an Möglichkeiten ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Datenblätter enthalten eine Vielzahl von technischen Angaben – was diese jedoch in der Praxis bedeuten, lässt sich selbst für Fachleute kaum erkennen. Einsteiger in die 3D-Bestandserfassung stehen dem vielfältigen Angebot entsprechend ratlos gegenüber.

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Jul
18
2016

3D Dokumentation ohne CAD (Business Geomatics, Mai 2016)

Mit einer Reihe von Neuerungen erweitert FARO die Möglichkeiten des 3D-Laserscannings. Der Trend geht dahin, Punktewolken in das Zentrum von Dokumentations-Anwendungen zu rücken.

 

Vor Ort scannen und sogleich eine registrierte Punktewolke auf dem mobilen Computer zur Verfügung haben – das war lange Zeit eine Wunschvorstellung von Experten für 3D-Laserscanning. Anstatt dessen musste man für eine Stunde Feldarbeit einiges an Büroarbeit einplanen, um aus den Scandaten nutzbare Datenprodukte zu generieren. Die Möglichkeit zur Registrierung im Feld hat nun die Firma FARO Europe GmbH geschaffen. Mit dem neuen FARO® Scan Localizer ist es nun möglich, Scans vor Ort in Echtzeit zu registrieren und so eine Punktewolke bereits mit dem Equipment im Feld zu erzeugen. Das in dem Laser Scanner Focus3D-Stativ integrierte Zusatzprodukt führt kontinuierliche 2D-Scans durch und tastet dabei die Messumgebung innerhalb eines horizontalen, ca. 180 Grad umfassenden Profils ab. Die Messweite beträgt bis zu 20 Meter. So entsteht eine Art Referenzprofil, mit dessen Hilfe die jeweiligen Scans aus unterschiedlichen Standorten innerhalb einer Punktewolke registriert werden. Dafür sorgt das Verfahren der sogenannten Cloud-to-Cloud-Regstrierung, die es bei SCENE schon seit rund zwei Jahren gibt. „Sie macht in Innenräumen Referenzpassmarken für Überschneidungsbereiche überflüssig“, sagt Oliver Bürkler, Director of Product Management bei FARO. Dies soll vor allem Effizienzvorteile bei Projekten mit einer hohen Anzahl einzelner Aufnahmen bringen. „Wir gehen davon aus, dass ab 15 Scans schon signifikante Kostenvorteile auftreten. Beispielsweise bei Aufgaben der Innenraumvermessung, bei denen oft mehr als hundert Scans gemacht werden, ist das Gerät unabdingbar“, ist Bürkler überzeugt. Der FARO Scan Localizer kostet als Nachrüstlösung für die FARO Laser Scanner Focus3D (ab Baujahr 2015) nach Angaben des Unternehmens rund 15.000 Euro.

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